Archiv für Februar, 2010

25
Feb
10

Wanderung w011 durch das Paradiestal

Bild - Felsen im ParadiestalBild - Märzenbecher im ParadiestalBild - ParadiesBild - Märzenbecher mit Fels im Paradiestal

Auch das beeindruckende Paradiestal ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln an Wochenenden zu erwandern. Seit Januar 2010 sogar im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN). Außerdem können dabei auf recht kurzer Strecke zwei tolle Brauereien besucht werden. Gründe genug diese Tour hier als Wanderung w011 vorzustellen. Die detaillierte Wanderbeschreibung folgt, sobald wir die Zeit dazu finden…

16
Feb
10

Neue Linkverarbeitung in Ortsmarken bei Google Maps

Leider werden Links in Ortsmarken bei Google Maps plötzlich im iframe der Karte geladen und nicht wie bisher im „parent“ Fenster. Daraus resultiert nicht nur ein grauenhaftes Layout, es ist auch bedenklich, dass fremde Inhalte – welche Links in der Regel darstellen – in einem Frame einer anderen Seite angezeigt werden.

Aus diesem Grund habe ich mich kurzfristig zu einer Nachtarbeit entschlossen und heute sämtliche externe Links in den Ortsmarken der Brauereikarte entfernt. Dafür gibt es jetzt jeweils den Hinweis auf die darunter stehende Brauereitabelle, die ich in diesem Zusammenhang aktualisiert und erweitert habe.

Es ist zwar im Allgemeinen sehr praktisch den Dienst von Google Maps in Anspruch zu nehmen, aber es wird an solchen Beispielen auch mehr als deutlich, dass man irgendwelchen Änderungen schonungslos ausgeliefert ist. Ich hoffe nur, dass das OpenStreetMap Projekt bald soweit ist, dass es als echte Alternative verwendet werden kann, bevor Google sich noch schlimmere Änderungen einfallen lässt.

09
Feb
10

Ende gut – von Bus versetzt

Am Ende ist es nun für unsere drei Pechvögel, die im letzten Blogartikel von Drügendorf nach Eggolsheim wollten, doch noch gut ausgegangen. Das zuständige OVF bzw. DB Frankenbus Büro hatte ein Einsehen und erstattet die angefallenen Kosten auf Kulanz – auch wenn das rein rechtlich wohl nicht „nötig“ gewesen wäre.

Leider bleibt das Problem, dass man in einem solchen Fall vor Ort auf sich alleine gestellt ist. Als Busbenutzer sollte man also immer die wichtigsten (Notfall-)Rufnummern dabei haben, damit man nicht in die Kostenfalle der teuren 01805er Störfall-Rufnummer tappt. Ein funktionierendes Mobiltelefon mit geladenem Akku ist dann natürlich auch (über-)lebenswichtig. Am besten noch ein paar warme Decken, eine große Kanne Kaffee, einen Animateur für quengelnde Kinder, Proviant für mindestens 60 Stunden und viel Geduld.

04
Feb
10

Rechtelos im VGN Busverkehr

Eine unglaubliche, aber wahre Geschichte:

2 Erwachsene und ein 4-jähriges Kind samt Schlitten stehen letzten Freitag im schönen Drügendorf und warten ab 17:55 Uhr auf den letzten BUS (VGN-Linie 220) gen Eggolsheim. Außer ein paar Schneeflocken, die vom Himmel fallen, und einigen PKW’s, die an ihnen vorbei fahren, tut sich jedoch nicht viel. Kein Bus ist in Sicht. Auch 20 Minuten nach der eigentlichen Abfahrtszeit, als klar ist, dass sie den Anschlusszug in Eggolsheim nicht erreichen, lässt sich noch kein Bus blicken. Es ist schon kalt und es wird durch die Warterei noch kälter. Langsam wird selbst der Schnee langweilig. Ungeduldig wird nochmal der Fahrplan gesichtet – ja, um 18:05 Uhr hätte der letzte Bus fahren sollen.

In der Not untersuchen sie den Aushang im Wartehäuschen näher. Siehe da! Es gibt ein paar Telefonnummern. Ein Verkaufsbüro in Erlangen und eine für den Störfall. Flugs ist das Mobiltelefon aus dem Rucksack geholt und die erste Nummer gewählt. Enttäuschung! – Leider ist das Verkaufsbüro am Freitag nur bis 15 Uhr geöffnet. – Schön für die Bediensteten dort – aber hier in der Kälte hilft das wenig. Also doch ein Störfall. Hmmm… die andere Nummer geht mit 01805 los – oh je – denken sie sich – den darunter stehenden Hinweis, dass ein Anruf auf dieser Nummer 14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz kostet, immer im Blick und ihn für einen schlechten Scherz haltend, da an einer Bushaltestelle weit und breit kein Festnetz zu finden ist – denken sie: „Was bleibt in dieser Situation übrig?“ und wählen. Gut dass sie zu zweit sind, so kann einer telefonieren und der andere den schon etwas unruhigen Nachwuchs wenigstens einigermaßen bei Laune halten.

Telefonnummern auf dem Fahrplanaushang

Am anderen Ende der Leitung meldet sich eine freundliche Stimme und teilt mit, dass es schneit und deswegen in Forchheim kaum noch  Busse fahren. Verwundert reiben sich unsere Wartenden die Augen – ach es schneit – interessant, aber das hätten sie auch selbst gewusst, denn sie stehen ja schon bald eine dreiviertel Stunde draußen – und die letzten Wochen ist das ja schließlich täglich vorgekommen. In Forchheim fahren kaum noch Busse – auch schön, aber Forchheim ist von Drügendorf über 20 km entfernt und in Drügendorf, welches wesentlich höher und damit in der Regel kälter ist als Forchheim, liegt auf der Ortsstraße nur 1 cm Neuschnee. Drügendorf ist dem freundlichen Herr an der anderen Seite der Leitung aber auch überhaupt kein Begriff. Er kann auch nicht nachschauen, ob dort noch ein Bus kommt oder nicht. Schließlich kommt von ihm nur der Vorschlag, man solle sich doch ein Taxi nehmen und die Quittung dann beim entsprechenden Verkehrsunternehmen – zuständig sei DB Frankenbus mit Büro in Erlangen – einreichen. Er könne es aber nicht bestellen. Da die verhinderten Busfahrer schon öfters im Landkreis Forchheim unterwegs waren, ist ihnen das dortige Anruf-Sammeltaxi (AST) ein Begriff. Die Nachfrage, ob den das etwas billigere AST auch möglich wäre, erzeugt erneut nur Fragezeichen bei dem freundlichen Mitbürger am Telefon. Also bedanken sie sich für die kompetente Unwissenheit und legen auf, um das günstigere AST zu bestellen. Die Telefonnummer haben sie schließlich als den letzten Notnagel immer dabei – an der Bushaltestelle wäre sie nicht zu finden gewesen. Das AST muss aber mindestens eine Stunde vor Abfahrt bestellt werden. Da es inzwischen schon 18:45 Uhr ist, bestellen sie es auf 19:45 Uhr.

Die Zeit vergeht und schließlich um 20 Uhr kommt auch ein Taxi aus Forchheim vorgefahren. Die drei steigen ein und werden problemlos nach Eggolsheim gebracht. Dort geht es dann mit zwei Stunden Verspätung in den Zug Richtung Nürnberg. Das Taxi kostet für die „Kurzstrecke“ trotz verbundraumweiter MobiCard 7,40 Euro Zuschlag. Für eine eigentlich kostenlose Fahrt mit dem Bus ganz schön happig. Aber sie haben ja noch die Hoffnung, das Geld wieder zu sehen.

Im Zug dann der Schock. Die paar Minuten mit der „Störungs-Hotline“ – die keine weiteren Informationen oder Hilfe gebracht hatte – kosteten über sieben Euro. Das empfinden sie als reine „Abzocke“ und Ausnutzen einer Notsituation, um die Kasse klingeln zu lassen. Eigentlich ein Fall für die Verbraucherschützer – denken sie sich.

Daheim wird die Ernüchterung aber noch größer. Am Montag, als das zuständige Verkaufsbüro in Erlangen endlich wieder besetzt ist, erfahren sie in recht harschem Ton, dass sie überhaupt kein Recht auf Erstattung der Kosten hätten – keine Taxikosten – und schon gar nicht die Telefonkosten, denn dafür gäbe es schließlich keinen Beleg. Überhaupt hätte man mit dem Kleinkind an der Haltestelle so lange warten müssen, bis eben ein Bus kommt – auch wenn es der letzte Bus des Tages war, der bisher nicht gekommen ist.
Und wenn wirklich keiner kommt – auch eigenes Pech. Denn ein Busfahrer muss sich nirgends melden, wenn er Haltestellen nicht anfährt. Schließlich erklärt man sich in Erlangen dennoch bereit, beim beauftragten Busunternehmen nachzufragen, ob und wann in Drügendorf gefahren wurde. Nicht ohne es gleich mit der Drohung zu verbinden, dass selbst bei drei Stunden Verspätung natürlich keinerlei Erstattungsanspruch bestünde.

Drei Tage später meldete sich dann dieses Verkaufsbüro Erlangen wieder bei unseren Pechvögeln und erklärte, dass sie vom Busunternehmen die Aussage hätten, dass es an diesem Tag viel zu schlechtes Wetter gewesen sei- es sei angeblich zu glatt gewesen, so sei man nicht „nach Drügendorf hinter gefahren“ (- wohl aber daran vorbei – denken sich unsere drei verhinderten Busfahrer). Das wäre dann „höhere Gewalt“ und nicht erstattungsfähig. Der jeweilige Busfahrer könne dies selbst entscheiden und bräuchte sich nicht bei einer „Leitstelle“ oder ähnlichem zu melden, damit von dort für Ersatz gesorgt werden könnte.
Den versetzten Fahrgästen stünde es natürlich frei, auf eigene Kosten an der Bushaltestelle zu übernachten oder eine selbst finanzierte Taxifahrt anzutreten.

Fazit: Keine Rechte – keine Erstattung – keine Beförderung – kein Service – rein Garnichts, außer verschleudertes Geld für das teure Telefonat. Schöner VGN!

Die Bahn würde sagen: „Wir bitten Sie um Ihr Verständnis“

Ende der Geschichte.

Wer noch etwas Literatur zum Thema braucht:

Beim Fahrgastverband PRO BAHN e.V. gibt es eine interessante Seite zu den nicht vorhandenen Rechten im Nahverkehr außerhalb der Bahnstrecken und einigen Infos zu Verkehrsverbünden die es besser machen als „unser“ VGN:

PRO BAHN zu Fahrgastrechten im öffentlichen Nahverkehr

Der nachfolgende Link zeigt, dass unser Bundes-Verkehrsminister auch nicht daran interessiert ist, dass sich im ÖPNV diese absolut ungerechte und unbefriedigende Situation ändert:

Lobby der Busunternehmer zur EU-Initiative für mehr Fahrgastrechte im Busverkehr

Aktuell noch ein Artikel vom 04.02.2010 zur anscheinenden Einigung in Sachen EU-Fahrgastrechte im Busverkehr




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