Der Frühling kommt, der Bus nicht…

Pünktlich zum Frühlingsbeginn gibt es wieder einmal schlechte Nachrichten aus dem Landkreis Forchheim.

Die Buslinie 265, die den Forchheimer Bahnhof mit den Kellern und Gaststätten um Hallerndorf verbindet, ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 dramatisch beschnitten worden. Zumindest für Bierkeller- und Brauereibesucher sind die erneuten Einschränkungen leider ein K.-o.-Kriterium für die weitere Nutzung der Verbindung.

Letzte Woche habe ich schon mal kurz was dazu geschrieben, denn ich bin bei meinem ersten Kreuzbergbesuch in dieser Saison prompt selbst  rein gefallen.

Die bisher letzte Fahrt um kurz nach 20 Uhr (Mo-Fr) gibts nun nicht mehr. Das ist besonders im Sommer dramatisch, wenn gerade am Abend die Temperaturen sehr angenehm werden, müsste man jetzt schon um 19 Uhr die Rückfahrt antreten.
Ein Bus fährt zwar „auf Bedarf zum Aussteigen“ vor 20 Uhr noch einmal nach Willersdorf, doch zurück fährt er dann leer. So muss die Kosten für die Rückfahrt nicht der Landkreis bezahlen. Die Erbsenzählerei im Landratsamt hat leider voll zugeschlagen.

Anstatt Werbung für diesen tollen Bus zu machen, wurde die Verbindung die letzten Jahre, durch den fehlenden Anschluß im offiziellen Fahrplan an die Züge Richtung Nürnberg, absichtlich unattraktiv gemacht. Gerade in 2012 hatte die Bahn die Abfahrt des RE nach Nürnberg ein paar Minuten vorverlegt, so dass der Bus in der Regel knapp zu spät kam. Eine halbe Stunde unnütz in Forchheim sitzen, anstatt noch ein wenig länger auf dem Keller hocken zu bleiben, war schon ätzend.
Wer in die elektronische Fahrplanauskunft schaute bekam dort für diese letzte Fahrt des Tages nur eine sehr schlechte Verbindung.
Die Fahrgastzählungen 2012 waren anscheinend der Grund für die Streichung der Verbindung.

Bei Anfragen ging die Stellungnahme aus Forchheim immer in die Richtung, dass es dem Landkreis nur wichtig sei die Pendler vom Zug auf die Ortschaften zu bringen. Die Rückfahrt nach Forchheim wäre kein vorrangiges Ziel.

Wer die Verkehrssituation um die Keller und Gaststätten bei Hallerndorf kennt, müsste eigentlich wissen, dass hier eine attraktive Verbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr unumgänglich ist.

Betroffen ist auch die schöne Tour von Adelsdorf nach Zentbechhofen (Brauerei Friedel oder Keller der Brauerei Fischer/Greuth) und dann weiter nach Stiebarlimbach. Das habe ich die letzten Jahre öfters noch am Nachmittag gemacht. Ohne den Bus um 20 Uhr ab Stiebarlimbach geht das nun nicht mehr. Eine Stunde früher in Stiebarlimbach ab zu fahren funktioniert für die längere Strecke leider nicht.

Auf freiwillige Einsicht beim Landkreis kann ich leider nicht hoffen. Da bleibt nur der öffentliche Protest. Vieleicht können die Gaststätten-, Brauerei- und Kellerbetreiber etwas ausrichten…

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