Biergarten und Bierkultur – Quo vadis?

Mein Gott bin ich spießig… trotzdem besuche ich bekanntlich gerne Brauereien und Biergärten.

Wo fühle ich mich am wohlsten?

Natürlich dort wo es noch einen echten Stammtisch gibt, der dahin kommt weil das Bier gut ist und nicht eine zwanzigseitige Speisekarte ausliegt.

Menschen die den gefühlt hundertsten Biergarten- oder Brauereiführer, gedruckt oder/und im Internet, veröffentlicht haben, machen das leider nachhaltig kaputt. Zur Zeit verdienen die noch ordentlich Geld mit der (Auto) – mobilen Gesellschaft, aber nachhaltig ist das natürlich nicht. Schade, dass die Presse da mitmacht.

Da wird die hunderste Garagen- oder Kellerbrauerei als Erfolg gefeiert, die nichts, aber auch gar nichts mit der Bierkultur zu tun haben. Leider interessiert das gerade niemanden, denn alle genießen den Biergartenevent mit diversen Bräten und natürlich Schäuferla, am Besten rund um die Uhr – die Salattheke darf sicher nicht fehlen…

Selbstverständlich fährt man mit dem Auto, wie käme man auch sonst dahin wo das Bier am Besten und der Schweinsbraten am billigsten ist? Trinken kann man dann freilich nur alkfrei oder Apfelschorle, man muß ja schließlich noch fahren… Wie hier gerade in Stiebarlimbach, wo der Parkplatz größer als der Biergarten ist…

Evt. an einem Wochenende im Sommer, da macht man dann eine „Bierwanderung“ mit dem Zug oder Bus – natürlich wieder als „Event“ und freut sich, dass man sich nicht verlaufen kann, weil hunderte Mitmenschen auf gleichem „Premium-Wanderweg“, wie die Lemminge hintereinander her trotten. Abends ist man dann glücklich, wenn man sein geliebtes Auto wieder sieht und diesen „schlechten und unflexiblen“ öffentlichen Nahverkehr nur zweimal im Jahr benutzen muss.

Frust und zu… die Satire kommt von selbst…

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