Etwas Wärmendes für die kalte Jahreszeit.

Eine kleine Bockauswahl für die langen, kalten Winterabende.

Ich fange mal von links an:

Brauerei Kaiser, Grasmannsdorf: In diesem Jahr ein fast heller, gefilterter Bock mit 7,5% Alkohol, bei dem trotzdem die (Röst)Malzaromen etwas in den Vordergrund treten. Er ist aber auch ausreichend gehopft und somit ein sehr guter „Trinkbock“.

Sonnenbräu, Mürsbach: Ein heller, unfiltrierter Bock mit 6,6% Alkohol. Ein ganz leichter Einschlag Kalthopfung macht ihn besonders interessant. Er ist leicht herb und doch sehr süffig, genau wie ich ein Bockbier gerne trinke.

Brauerei Kundmüller, Weiher: Das unfiltrierte Imperial IPA ist hier etwas außer Konkurrenz, da eigentlich kein Bockbier. Aufgrund des sehr hohen Alkoholgehalts von 9% passt es aber dennoch ganz gut dazu. In jeder Hinsicht ist es ein besonderes Bier. Ein Erlebnis sozusagen. Ein Bier zum Genießen, welches mich bei jedem Schluck in der Nase und am Gaumen begeistert. Es ist sicher kein leichtes Trinkbier, aber wenn man sich einmal auf die Bittere und die Aromen einlässt, kommt man nicht mehr davon los. Der Alkohol ist durch den vielen Hopfen gut versteckt und die Zitrus- Pfirsich- bzw. Maracujaaromen lassen das kalte Wetter vollkommen vergessen. Ein Bier (auch) für einen sonnigen Wintertag, um im Windschatten draußen zu genießen und vom warmen Meer zu träumen… 🍻

Brauerei Eichhorn, Dörfleins: Ein heller, filtrierter, bodenständiger Bock mit 7% Alkohol, den man auch schmeckt. Ein Getränk für jeden Tag, ohne größere Schnörkel

Brauerei Hönig, Tiefenellern: An diesem filtrierten Bock durfte ich mich noch im Keller hinter der Brauerei in der Oktober-Abendsonne erfreuen. Lecker, ausgewogen süffig, leicht nussig im Nachgeschmack und auch ein wenig herb. Traumhaft. Die 7,2% Alkohol bemerkt man erst, wenn man nach dem Dritten aufsteht. 😉 Den musste ich dann natürlich auch daheim haben.

Brauerei Knoblach, Schammelsdorf: Ein gefilterter, kupferfarbener Bock. Gut süffig, aber nicht extrem süß kommt er mit seinen 7,2% Alkohol ganz schön kräftig daher.

Adlerbräu, Stettfeld: Der helle, filtrierte Bock mit 7,1% Alkohol ist geschmacklich von der milden Sorte. Ideal zum deftigen, fränkischen Essen, oder einfach mal so zwischendurch.

Brauerei Grasser, Huppendorf: Der Kathrein-Bock aus Huppendorf ist gefiltert und hat laut Etikett 7,5% Alkohol. Das schmeckt man auch. Er ist trotzdem sehr herb und definitiv nichts für Anfänger. Man muss erst mal den Zugang gewinnen, dann kann man dafür gar nicht mehr aufhören. Ein interessanter Bock, der zurecht einen Platz in meinem Keller gefunden hat.

Löwenbräu, Neuhaus bei Adelsdorf: Der Starke Löwe hat seinen Namen zurecht. Ein starkes Bier, dem man seine 8,2% Alkohol beim Trinken kaum anmerkt. Er hat von allem etwas. Er ist herb, aromatisch, süffig und kräftig. Ein wenig Kalthopfung rundet das hochinteressante, unfiltrierte Bockbier noch ab. Für meinen Geschmack ein toller Trinkbock. Ich kann mir kaum vorstellen, wie viel besser der ohne Flaschenabfüllung noch geschmeckt hat – wenn ich darüber nachdenke werde ich nur neidisch… 😉

Brauerei Hübner, Steinfeld: Ein heller, mit 6,7% Alkohol nicht so starker Bock. Herrlich ausgewogen und süffig. Das gefilterte Getränk ist etwas für jede Gelegenheit und ich könnte ihn das ganze Jahr über trinken. Ein filtriertes, bodenständiges Bier, das aus der Flasche wie aus dem Glas einfach immer schmeckt. Die Biere aus Steinfeld leiden nicht unter der Flaschenabfüllung und ich kann kaum das Faßbier vor Ort von der Flasche daheim unterscheiden – toll!

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